FAQs zum Schutzstandard Kindertagesbetreuung

Stand: 15. November 2022

Bitte beachten Sie ergänzend zu den folgenden Empfehlungen der gesetzlichen Unfallversicherung die länderspezifischen Regelungen und / oder ggf. die kommunalen Vorgaben.

Umsetzung der Corona-ArbSchV in der Kindertagesbetreuung

  • Für wen gilt die Corona-ArbSchV in der Kindertagesbetreuung?

    Die Corona-ArbSchV richtet sich in erster Linie an Arbeitgebende, also auch an Träger von Kindertageseinrichtungen oder Anstellungsträger von Kindertagespflegepersonen. Die Verordnung dient dem Ziel, das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 bei der Arbeit zu minimieren und Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu schützen.

    Abweichende oder weitergehende Vorschriften der Länder zum Infektionsschutz im Zusammenhang mit der Betreuung von Kindern bleiben unberührt. (§ 1 Abs. 2 Corona-ArbSchV)

  • Was ist konkret zu tun, um die Corona-ArbSchV in der Kindertagesbetreuung umzusetzen?

    Um die Corona-ArbSchV umzusetzen, muss auf der Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung ein Hygienekonzept mit erforderlichen Schutzmaßnahmen festgelegt und umgesetzt werden bzw. das bestehende Hygienekonzept um die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergänzt werden. Dabei sind insbesondere folgende Maßnahmen zu prüfen:

    Umsetzung der AHA+L Regel an den Arbeitsplätzen Verminderung von betriebsbedingten Personenkontakten Angebot von Homeoffice Maskenpflicht an Stellen, an denen technische und organisatorische Maßnahmen zum Infektionsschutz nicht ausreichen Testangebote für alle in Präsenz Beschäftigten

    Zudem besteht eine Verpflichtung für den Arbeitgeber, die Beschäftigten im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefahren einer Erkrankung an SARS-CoV-2 sowie über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren. Der Arbeitgeber muss den Beschäftigten die Schutzimpfung während der Arbeitszeit ermöglichen.

  • Wann sollen medizinische Gesichtsmasken/ Atemschutzmasken bei der Kindertagesbetreuung getragen werden?

    Informationen zum Maskentragen finden Sie im Maßnahmenkonzept.

  • Wie lange sollen medizinische Gesichtsmasken/ Atemschutzmasken getragen werden und wann sollen sie gewechselt werden?

    Die Verantwortlichen in Kindertageseinrichtungen haben im Rahmen der (tätigkeitsbezogenen) Gefährdungsbeurteilung die Gebrauchsdauer von Masken sowie die Erholungsdauer für ihre Beschäftigten festzulegen (Weiterführende Hinweise: Stellungnahme des Ausschusses für Arbeitsmedizin [AfAMed] zu Tragezeitbegrenzungen für FFP2-Masken).

    Hierbei sollten Faktoren wie z. B. die Arbeitsschwere (körperliche Belastung), die Arbeitsbedingungen (Umgebungstemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung, Lärm) sowie persönliche Faktoren der Trägerin bzw. des Trägers berücksichtigt werden. Für die Beschäftigten sollte ein Arbeitsmediziner bzw. eine Arbeitsmedizinerin in die Beurteilung mit einbezogen werden. Bei der Nutzung von Masken soll auf ausreichende Erholungsdauer geachtet werden (Tragepausen). Tragepausen können z. B. genommen werden, wenn der Abstand von 1,5 m sicher eingehalten werden kann oder beim Aufenthalt im Freien. Der Wechsel einer Maske sollte mindestens täglich gewährleistet sein. Ggf. ist ein früherer Wechsel erforderlich, wenn die Maske durchfeuchtet oder verschmutzt ist.

  • Wer muss die medizinischen Gesichtsmasken/ Atemschutzmasken bereitstellen?

    Entsprechend der Corona-ArbSchV soll der Arbeitgebende (z. B. Träger von Kindertageseinrichtungen, Anstellungsträger von Kindertagespflegepersonen) geeignete medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nase-Schutz, MNS) oder Atemschutzmasken bereitstellen. Die Kosten für diese individuellen Schutzmaßnahmen hat der Arbeitgebende zu tragen, es sei denn, dass die entsprechenden Masken den Beschäftigten von anderer Stelle kostenlos zur Verfügung gestellt werden, z. B. von Seiten des Bundes oder der Länder oder von Sozialversicherungsträgern.

  • Welche Hilfen zur Unterweisung für den richtigen Umgang mit Atemschutzmasken (z. B. FFP2 Masken) gibt es?

    Die DGUV stellt folgende Informationen zur Verfügung:

Lüftung und Raumtemperatur

  • Wie kann in Zeiten der Epidemie die Virenlast in den Räumen der Kindertagesbetreuung reduziert werden?

    Die Innenraumlufthygiene hat während der SARS-CoV-2-Epidemie an Bedeutung gewonnen. Die Konzentration möglicher vorhandener Viren in der Atemluft soll vermieden bzw. weitestgehend verringert werden, damit das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 minimiert wird. Dafür ist ein kontinuierlicher, effektiver Luftaustausch wichtig, durch den die in dem Raum befindliche Schadstoffe wie Kohlendioxid (CO2) oder Infektionserreger nach außen befördert werden und frische Atemluft in den Raum gelangt. Für einen Luftaustausch in den Räumen sorgen die Freie Lüftung und / oder der Einsatz raumlufttechnischer Anlagen (RLT).

    • Freies Lüften ist die einfachste Methode. Die generelle Empfehlung – sofern keine Lüftungsintervalle bestimmt wurden – lautet: morgens Stoßzulüften und dann möglichst alle 20 Minuten für 5 Minuten im Herbst und für 3 Minuten im Winter, mind. aber nach jeder Stunde, intensiv und fachgerecht zu lüften.
    • Beim Einsatz von raumlufttechnischen Anlagen (RLT) ist die Einstellung für den Außenluftanteil so weit wie möglich zu erhöhen. Im Idealfall erreicht man mit der RLT-Anlage einen höheren und kontinuierlichen Luftaustausch als mit Fensterlüftung. Bei CO2-gesteuerten RLT-Anlagen kann dies z. B. dadurch erreicht werden, dass an der Anlage ein Zielwert von 400 ppm eingestellt wird.

    Podcast: Richtig lüften gegen das Virus

  • Wie kann die Raumluftqualität gemessen werden?

    Als Maß für die Beurteilung der Luftqualität und damit für die Festlegung des Lüftungsintervalls, kann die CO2-Konzentration im Raum herangezogen werden.

    Entsprechend der Technischen Regel für Arbeitsstätten "Lüftung" (ASR A3.6) ist eine CO2-Konzentration bis zu 1.000 ppm akzeptabel. Kann die CO2-Konzentration bei 1000 ⁠ppm⁠ oder kleiner gehalten werden, dann gilt der Raum als ausreichend belüftet.

    Mit Hilfe der CO2-App der DGUV oder ähnlicher Rechenprogramme kann der Verlauf der CO2-Konzentration in den Räumlichkeiten in Abhängigkeit von der Personenzahl und der Raumgröße abgeschätzt und der Zeitpunkt für eine Lüftungspause ermittelt werden. Eine Messung der CO2-Konzentration mit einer CO2 Ampel kann bei der Bestimmung der geeigneten Lüftungsintervalle unterstützen und auch bei der Veranschaulichung für die Kinder hilfreich sein.

    Weitere Informationen:

  • Ist der Einsatz von mobilen Luftreinigern vor dem Hintergrund der Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSikuMaV) in der Kindertagesbetreuung sinnvoll?

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stimmen darin überein, dass der Einsatz mobiler Luftreiniger zum Schutz vor Viren grundsätzlich nicht nötig ist, wenn Räume über eine gute Lüftungsmöglichkeit verfügen (vgl. auch Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.6 "Lüftung"). In Räumen mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit (keine raumlufttechnische Anlage, Fenster nur kippbar bzw. kleinere Lüftungsklappen) kann der Luftaustausch z. B. durch die Installation von Zu- und Abluftanlagen erhöht werden. Vom Einsatz von mobilen Luftreinigern wird auch vor dem Hintergrund der EnSikuMaV abgeraten. Nicht ausreichend zu belüftende Räume sind aus innenraumhygienischer Sicht für die Kindertagesbetreuung ungeeignet.

    Weitere Informationen:

  • Was ist zu beachten, wenn mobile Luftreiniger entgegen der Empfehlung dennoch zum Einsatz kommen?

    Mobile Luftreiniger sind in der Kindertagesbetreuung nicht zu empfehlen. Sollten sie dennoch eingesetzt werden, dürfen dadurch keine zusätzlichen Gefährdungen für Beschäftigte und Kinder entstehen. Die Angaben des Herstellers für einen sicheren Betrieb sind zu beachten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf mögliche Gefährdungen und den sicheren Einsatz zu unterweisen. Insbesondere ist unter Berücksichtigung der verschiedenen Aufenthaltsbereiche von Kindern auf folgende Punkte zu achten:

    1. Grundsätzlich besteht in der Kindertagesbetreuung die Anforderung, dass im Aufenthaltsbereich der Kinder Ecken und Kanten gerundet oder gefast sind (2 mm, im Bewegungsraum 10 mm). Insbesondere auf die erhöhten Anforderungen im Bewegungsraum ist zu achten, sollte dieser als Standort in Erwägung gezogen werden und das Gerät im Kontaktbereich der Kinder aufgestellt werden.
    2. Die Geräte dürfen keine Fang-, Scher- und sollten keine Quetschstellen aufweisen.
    3. Um Stolperquellen zu vermeiden, sollten (Verlängerungs-)Kabel bei Bedarf nicht quer über den Fußboden verlegt, sondern in Wandnähe fixiert werden. Die Kabel müssen grundsätzlich kindersicher verlegt sein. Scherstellen oder ein Abknicken z. B. durch Mobiliar muss verhindert werden.
    4. Die Lärmbelastung durch das Gerät bei der erforderlichen Leistung sollte bei dessen Anschaffung berücksichtigt werden. Soll ein Luftreiniger in einem Schlaf- oder Ruheraum eingesetzt werden, muss in besonderem Maße auf eine Begrenzung der Lärmbelastung geachtet werden. Gerade in diesen Bereichen ist auch Zugluft zu vermeiden. Im Institut für Arbeitsschutz wurde der Einfluss der Raumakustik auf die Lärmbelästigung durch mobile Luftreiniger untersucht und die Studie kommt zu dem Ergebnis: "Aus akustischer Sicht ist der Einsatz von mobilen Luftreinigern –auch bei guter raumakustischer Ausstattung –ein Kompromiss zwischen Infektionsschutz und Gesundheitsschutz. Mobile Luftreiniger sind zu laut für den Unterricht."
    5. Der Standort des Gerätes sollte auch mit den Nutzungserfordernissen des jeweiligen Raumes in Einklang gebracht werden, so dass es im Idealfall keine oder nur geringe Einschränkungen für deren Nutzbarkeit gibt. Hier muss situativ nach der besten Lösung geschaut werden.
    6. Bei der Auswahl von Luftreinigern sollten auch die jeweiligen Betriebskosten und nicht zuletzt die Wartungserfordernisse bedacht werden. Kaum eine Kindertagesbetreuung hat noch einen Hausmeister. Welche Wartungsarbeiten wie oft und durch durchgeführt werden müssen, sollte also frühzeitig in die Betrachtungen einbezogen werden.

Antigen-Schnelltests

Zusätzliche Maßnahmen bei steigenden Infektionen

Erste Hilfe

Versicherungsschutz und Haftung

Meldungen bei COVID Erkrankungen

  • Wann ist eine COVID-19-Erkrankung bei Kindern in der Kindertagesbetreuung ein Versicherungsfall?

    Eine COVID-19-Erkrankung nach einer Infektion mit dem Corona -Virus SARS-CoV-2, die infolge einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist, kann die gesetzlichen Voraussetzungen eines Arbeitsunfalles erfüllen. Voraussetzung ist, dass der Besuch der Einrichtung (Kindertageseinrichtung, Kindertagesbetreuung) die gesicherte Ursache für den eingetretenen Gesundheitsschaden einer COVID -19-Erkrankung ist, zum Beispiel, wenn im Rahmen des versicherten Besuchs der Einrichtung ein intensiver Kontakt mit einer infektiösen Person („Indexperson“) nachweislich stattgefunden hat.

    Lässt sich kein intensiver Kontakt zu einer Indexperson feststellen, kann es im Einzelfall auch ausreichen, wenn es im unmittelbaren Tätigkeitsumfeld der betroffenen Person nachweislich eine größere Anzahl von infektiösen Personen gegeben hat und konkrete, die Infektion begünstigende Bedingungen beim Besuch der Einrichtung vorgelegen haben. Das hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und lässt sich allgemein nicht beschreiben.

    Zuständiger Unfallversicherungsträger für Kinder ist bei Einrichtungen in kommunaler oder freigemeinnütziger Trägerschaft sowie in der Kindertagespflege die Unfallkasse des jeweiligen Bundeslandes, bei privaten Trägern in der Regel die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (BGW).

    Der zuständige Unfallversicherungsträger wird in jedem Einzelfall eine abwägende Entscheidung treffen, ob ein Versicherungsfall vorliegt. Dabei werden alle Aspekte berücksichtigt, die für oder gegen eine Verursachung der COVID-19-Erkrankung durch die versicherte Tätigkeit sprechen. Dazu gehören z. B. auch Risiken einer Infektion im Privatbereich und aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus (auf der Basis der Information des Robert-Koch-Instituts).

  • Was ist bei einer Ansteckung von Kindern in der Kindertagesbetreuung hinsichtlich der Meldung zu tun?

    Sind Kinder mit Symptomen erkrankt und gibt es Anhaltspunkte dafür, dass sie sich beim Besuch der Einrichtung infiziert haben, sollte eine Unfallanzeige an den zuständigen Unfallversicherungsträger (Unfallkasse) erfolgen.

    COVID-19-Fälle sind unter folgenden Voraussetzungen zu melden:

    • der oder die Versicherte ist an COVID-19 erkrankt und hat Symptome
    • eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist nachgewiesen (in der Regel durch PCR-Test)
    • im Rahmen des Besuchs der Einrichtung kam es zu einem intensiven Kontakt mit einer infizierten Person oder einem größeren Infektionsausbruch
    • die Erkrankung hat zu einer Behandlungsbedürftigkeit geführt.

    Zusammen mit der Unfallanzeige sind auch die Kontakte zu einer möglichen Indexperson zu beschreiben. Auch ergänzende Hinweise zu dem möglichen Infektionsgeschehen sind anzugeben, damit die Anerkennung eines Versicherungsfalls geprüft werden kann. Symptomlose Verläufe sind zu dokumentieren, z.B. im Verbandbuch oder Meldeblock (Ersatz des ehemaligen Verbandbuches) . Hierzu müssen auch die Tatsachen bzw. die Umstände, die mit der Infektion zusammenhängen, dokumentiert werden.

    Kommt es nach einiger Zeit doch noch zu Symptomen (z.B. Long-Covid), helfen diese Daten dem Unfallversicherungsträger bei seinen Ermittlungen. Eine spätere Meldung steht in diesen Fällen einer Anerkennung als Versicherungsfall nicht entgegen.

    Erhält der Unfallversicherungsträger eine Unfallmeldung, prüft dieser, ob es sich um einen Versicherungsfall handelt. Weitere Anträge müssen nicht gestellt werden.

  • Wann ist eine COVID-19-Erkrankung bei Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung ein Versicherungsfall?

    Eine COVID-19-Erkrankung nach einer Infektion mit dem Corona -Virus SARS-CoV-2, die infolge einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist, kann für bestimmte Berufsgruppen eine Berufskrankheit darstellen (Berufskrankheit Ziffer 3101 der Berufskrankheiten-Verordnung).

    Davon erfasst sind "Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war". Einrichtungen der Jugendhilfe (z.B. Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege) sind Teil der Wohlfahrtspflege. Damit kann bei Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung eine Covid-19-Infektion als Berufskrankheit anerkannt werden, wenn die Voraussetzungen hierfür vorliegen. Nicht jeder positive Test führt allerdings automatisch zu einer Berufskrankheit (Covid-19 als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall)

  • Was ist bei einer Ansteckung von Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung hinsichtlich der Meldung zu tun?

    Sind Beschäftigte mit Symptomen erkrankt und gibt es Anhaltspunkte dafür, dass sie sich im Rahmen ihrer Tätigkeit infiziert haben (in der Regel nachgewiesen durch PCR-Test), muss durch den Arbeitgeber eine Berufskrankheiten-Anzeige (§ 193 Abs. 2 SGB VII) erfolgen. Auch die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt hat bei einem begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit eine Anzeige zu erstatten (§ 202 SGB VII). Die Versicherten sind über die Anzeige zu informieren.

    Zusammen mit der Anzeige sollten auch die Kontakte zu einer möglichen Indexperson beschrieben werden. Auch ergänzende Hinweise zu dem möglichen Infektionsgeschehen sollten so weit wie bekannt angegeben werden, damit der Unfallversicherungsträger die Voraussetzungen für eine Berufskrankheit prüfen kann.

    Symptomlose Verläufe sind zu dokumentieren, z.B. im Verbandbuch oder Meldeblock (Ersatz des ehemaligen Verbandbuches). Hierzu müssen auch die Tatsachen, die mit der Infektion zusammenhängen, mit dokumentiert werden.

    Kommt es nach einiger Zeit doch noch zu Symptomen (z.B. Long-Covid), helfen diese Daten dem Unfallversicherungsträger bei seinen Ermittlungen. Eine spätere Meldung steht der Anerkennung als Versicherungsfall nicht entgegen.

    Erhält der Unfallversicherungsträger eine Berufskrankheiten-Anzeige, prüft dieser, ob es sich um einen Versicherungsfall handelt. Weitere Anträge müssen nicht gestellt werden.