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Nach Publikation der Handlungsempfehlung IP‑MSE (IFA Report 5/2023) richtete der GFK‑Ausschuss Berufskrankheiten (GFK‑A BK) eine AG IP MSE ein, um den Bedarf sowie die Auslastung von IP‑MSE‑Programmen zu analysieren.
Zunächst entwickelte die AG IP MSE unter Leitung von IFA und VL einen Fragebogen, um die Bedarfe der Unfallversicherungsträger (UV‑Träger) zu ermitteln. Die Befragung wurde 2024 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in der Sitzung 1/2025 des GFK-A BK vorgestellt und führten zu einer zweiten, präzisierenden Abfrage zur Ermittlung aktueller und zukünftiger Teilnehmerzahlen. Diese zeigte Umsetzungs- und Abstimmungsdefizite, weshalb der GFK‑A BK in der Sitzung 3/2025 eine erneute Abfrage in enger Abstimmung mit den jeweiligen Hauptgeschäftsführungen beauftragte. Zudem bat der GFK‑A BK um Vorschläge zur Identifikation von Hochrisikogruppen und geeigneten Interventionszeitpunkten. Ein überarbeiteter Entwurf der Abfrage sowie ein erstes Konzept für die Identifikation von Hochrisikogruppen wurden in der Sitzung 1/2026 vorgestellt.
Auf Grundlage der durchgeführten Bedarfsanalysen und vorgestellten Konzepte wurde das IFA gebeten, drei Unterarbeitsgruppen der AG IP MSE zu leiten, die folgende Aufgaben bearbeiten sollen:
Auf Grundlage der durchgeführten Bedarfsanalysen und vorgestellten Konzepte wurde das IFA gebeten, drei Unterarbeitsgruppen der AG IP MSE zu leiten, die folgende Aufgaben bearbeiten sollen:
Zur Umsetzung der Beschlüsse bildet die AG IP MSE drei Unterarbeitsgruppen.
Die erste Unterarbeitsgruppe (UAG Report) übernimmt die inhaltliche Überarbeitung des IFA-Reports 5/2023. Hierzu werden die Inhalte auf Aktualisierungsbedarf geprüft, wie z. B. die im Anhang aufgeführten Anamnesebögen. Weiter wird ein trägerübergreifendes Evaluationskonzept für die IP-Programme entwickelt, das auf den bereits implementierten Evaluationen der BG Ambulanz Bremen aufbaut. Die Ergebnisse der durchgeführten Bedarfsanalysen werden als Empfehlungen zur Umsetzung und zukünftigen Entwicklung der IP-MSE-Programme in den Report integriert.
Die zweite Unterarbeitsgruppe (UAG Befragung) entwickelt ein Erhebungsinstrument zur Erfassung und Prognose der zukünftigen IP-Teilnehmendenzahlen. Die zu entwickelnde Befragung soll neben den Körperregionen auch unterschiedliche Belastungsarten, berufliche Tätigkeiten sowie Berufsgruppen berücksichtigen. Zudem erfolgt eine Differenzierung zwischen Teilnehmenden im Kontext von Berufskrankheiten (BK) und solchen aus Maßnahmen der Frühintervention. Die Befragung soll den Mitgliedern der AG IP MSE sowie den Hauptgeschäftsführungen der UV-Träger eine valide Abschätzung zukünftiger Bedarfe ermöglichen. Die Durchführung der Befragung ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
Die dritte Unterarbeitsgruppe (UAG Frühintervention) erarbeitet ein Konzept zur Identifikation von hochbelasteten Versicherten. Hierfür werden geeignete Kriterien und Auswahlparameter definiert. Darauf aufbauend wird ein Konzept für ein Pilotprojekt entwickelt, das die praktische Erprobung des Identifikationsverfahrens sowie dessen Evaluation vorsieht.
-branchenübergreifend-
Gefährdungsart(en):Arbeitsbedingte Erkrankungen, Mehrfachbelastungen, Handhabung von Lasten
Schlagworte:Berufskrankheit, Prävention, Ergonomie
Weitere Schlagworte zum Projekt:Individualprävention, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Kollegs, Hüfte, Knie, Schulter, Rücken