abgeschlossen 12/2025
Der Innenraum-Report von 2013 ist mittlerweile in vielen Bereichen, insbesondere in Bezug auf Vorschriften, Regeln und Beurteilungswerte, veraltet und muss überarbeitet werden. Bisher werden die verschiedenen Themen wie Geruch, Gebäude und Einrichtungen, Lärm, Raumklima, ionisierende Strahlung sowie chemische und biologische Einwirkungen ausführlich erläutert, z. B.: Einführung in das jeweilige Thema, Ermittlungen, Beurteilung, Vorschriften und Regeln, Maßnahmen, spezielle Betrachtungen.
Durch die ausführlichen Kapitel ergibt sich ein umfangreicher Report, der in Teilen immer schnell überholt sein wird. Es ist vorgesehen, den Innenraum-Report zu "verschlanken" und auf eine Vorgehensempfehlung im Zusammenhang mit Innenraumproblemen zu reduzieren. Weiterführende Informationen zur Vertiefung eines Themas und Verweise auf aktuelle Vorschriften sollen nur noch auf der IFA Internetseite "Innenraumarbeitsplätze" (Innenraum-Portal) zur Verfügung gestellt werden.
Der aktualisierte Report konzentrierte sich nun in Form eines Handlungsleitfadens auf z. B. eine grundsätzliche, allgemeine Vorgehensweise bei Beschwerden von Beschäftigten, eine kurze Einleitung in die verschiedenen Themen und Besonderheiten, die bei Innenraumproblemen berücksichtigt werden sollten.
Neben der Aktualisierung der bereits vorhandenen Themen (siehe oben) wurden auch neue Themen wie Gebäudeschwingungen oder Allergene aufgenommen. Aktuelle Grenz-, Richt- und Referenzwerte oder andere Beurteilungsgrundlagen werden auf dem Innenraum-Portal (siehe oben) zur Verfügung gestellt und dort regelmäßig aktualisiert. Das Innenraum-Portal wird im Nachgang der Aktualisierung des Innenraum-Reports entsprechend überarbeitet. Für die Aktualisierung des Innenraum-Reports wurde eine Expertenarbeitsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Unfallversicherungsträgern, des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA), des Instituts für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG) und des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (IFA), gebildet.
Der Innenraum-Report wurde nicht nur aktualisiert, sondern auch um neue Themen erweitert. Das Thema "Psychische Belastungen" wurde an den Anfang und damit deutlich mehr in den Fokus gerückt. Ziel der vierten und vollständig überarbeiteten Vorgehensempfehlung ist, die Anwenderin oder den Anwender mit Unterstützung durch Fragebögen und Checklisten in die Lage zu versetzen, zunächst selbstständig eine erste Beurteilung der Arbeitssituation durchzuführen und auf dieser Grundlage entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei werden die Fachkraft für Arbeitssicherheit und die Betriebsärztin oder der Betriebsarzt von Anfang an eingebunden. Auf diese Weise sollen die häufig vorschnelle Inanspruchnahme messtechnischer Dienste verringert und die Aufsichtspersonen der zuständigen Unfallversicherungsträger entlastet werden. Anschließend wird das Innenraum-Portal aktualisiert. Als modernes Mittel der Wissensvermittlung soll es nicht nur als leicht verständliche und übersichtliche Informationsquelle dienen, sondern auch in Bezug auf Beurteilungsgrundlagen und neue Entwicklungen aktuell gehalten werden. Das IR1-Innenraumseminar-Konzept soll ebenfalls entsprechend überarbeitet und an den neuen Innenraum-Report angepasst werden.
-branchenübergreifend-
Gefährdungsart(en):Gefährdungsübergreifende Fragestellungen
Schlagworte:Innenräume, Beratung, Gefährdungsbeurteilung
Weitere Schlagworte zum Projekt:Innenraumarbeitsplätze, Innenraumprobleme, Handlungsleitfaden, Vorgehensweise, Beratung, Befragungen, Kommunikation, Raumklima, Gerüche Gefahrstoffe, Biostoffe, Lärm, Strahlung, Vibration, psychische Faktoren