Web-App: Checkliste MSB

Orientierende Gefährdungsbeurteilung bei Belastungen des Muskel- und Skelettsystems

Eine Frau in einer Lagerhalle hebt einen Karton in ein Regal.

Heben, Halten und Tragen gehören zu den Tätigkeiten, die den Rücken belasten können.
Bild: Kaj Kandler/Kombinatrotweiss.de / DGUV

Diese Checkliste hilft, körperliche Belastungen am Arbeitsplatz zu erkennen. Auffälligkeiten weisen auf mögliche Risiken hin und erfordern ggf. Maßnahmen oder eine vertiefte Gefährdungsbeurteilung. Nach der Eingabe der Daten erfolgt eine Einschätzung und die Möglichkeit eines PDF-Exports.

Das richtige Maß an Bewegung hält uns gesund. Aber da, wo Bewegungen, Körperhaltungen oder der Umgang mit Lasten zu einseitig oder extrem werden, entstehen hohe körperliche Belastungen. Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems können die Folge sein. Das gilt natürlich auch für Belastungen am Arbeitsplatz.

Was tun? Grundlage aller Arbeitsschutzmaßnahmen im Unternehmen ist die Gefährdungsbeurteilung. Sie hilft, Risiken zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten aufzudecken und Belastungsschwerpunkte zu erkennen.

Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Belastungen des Rückens und der Gelenke, für die jeweils geeignete Beurteilungsverfahren erforderlich sind. Allerdings gibt es nicht für alle Belastungsarten einfache Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung. Vielmehr können viele Verfahren nur von Fachleuten angewendet werden. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass in der Praxis meist Kombinationen verschiedener Belastungsarten vorkommen.

Um dennoch allen Unternehmen die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung bei Belastungen des Rückens und der Gelenke zu erleichtern, empfiehlt sich ein dreistufiges Vorgehen:

  • Stufe 1: Orientierende Gefährdungsbeurteilung
  • Stufe 2: Vertiefende Gefährdungsbeurteilung, z. B. Leitmerkmalmethoden
  • Stufe 3: Bewertung physischer Belastung gemäß Anhang 3 DGUV I 208-033, z. B. CUELA-Messverfahren

Screenshot: Eine Formularmaske aus der Web-App. Unter dem Titel

Die Web-App geht mit Ihnen Schritt für Schritt alle möglichen Belastungen durch – auch Heben, Halten und Tragen dürfen natürlich nicht fehlen.
Bild: DGUV

Für Stufe 1, die orientierende Gefährdungsbeurteilung, gibt es eine Checkliste der DGUV. Unternehmerinnen und Unternehmer, Sicherheitsbeauftragte, Betriebsärztinnen und Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit können anhand dieser Checkliste ein Bild gewinnen, welche körperlichen Belastungsarten am Arbeitsplatz eine Gefährdung für Beschäftigte bedeuten könnten.

Diese Checkliste lässt sich nun noch praktischer als Web-Anwendung ausfüllen:

Checkliste MSB starten

Hinweise

Die Checkliste ist für den unkomplizierten Einsatz im betrieblichen Umfeld konzipiert. Niedrigere Belastungsschwellen für besonders schutzbedürftige Personen sind nicht berücksichtigt. Für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen (Jugendliche, Leistungsgewandelte, Schwangere, Personen mit Vorerkrankungen etc.) muss eine für sie jeweils spezifische Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden.

Mögliche Barrieren bei Nutzung der Web-App erläutert die Erklärung zur Barrierefreiheit.

Die Datenschutzerklärung beschreibt, was mit Ihren Eingabedaten geschieht.


Weiterführende Informationen

DGUV Information 208-033: Muskel-Skelett-Belastungen – erkennen und beurteilen

MEGAPHYS - Mehrstufige Gefährdungsanalyse physischer Belastungen am Arbeitsplatz

Verfahren zur vertiefenden Gefährdungsbeurteilung (Stufe 2) (PDF, 78 kB, nicht barrierefrei) : Anhang 2 der DGUV-I 208-033

Beurteilungsverfahren für physische Belastungen nach Stufe 3 (PDF, 58 kB, nicht barrierefrei) : Anhang 3 der DGUV-I 208-033: Unterstützung durch externe Spezialistinnen und Spezialisten

CUELA-Messsystem und Rückenmonitor

Kontakt

Dr. Britta Weber

Arbeitssysteme der Zukunft

Tel: +49 30 13001-3030
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