Zahl der Arbeitsunfälle sinkt in 2025
Die DGUV hat die vorläufigen Zahlen zu den Arbeitsunfällen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle um rund 24.000 auf 730.598 gesunken. Die Zahl der Wegeunfälle ist hingegen leicht um knapp 1 Prozent auf 175.140 gestiegen.
Während die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle mit 335 Fällen das dritte Jahr in Folge einen neuen Tiefststand erreichte, stieg die Zahl der tödlichen Wegeunfälle um 30 Fälle.
Weniger Unfallrenten, mehr Wegeunfallrenten
Bei den neuen Renten zeigt sich ein gemischtes Bild: Mit 9.690 Fällen gab es 2,3 Prozent weniger neue Arbeitsunfallrenten als 2024. Gleichzeitig stieg die Zahl der neuen Wegeunfallrenten um 2,5 Prozent auf 3.636 Fälle. Zu beachten ist, dass zwischen Unfallereignis und Rentenfeststellung häufig ein längerer Zeitraum liegt. Hier können sich die pandemiebedingten Rückgänge der Unfallzahlen weiterhin auswirken.
Schulunfälle und Schulwegeunfälle steigen
Im Jahr 2025 wurden 1.033.081 meldepflichtige Schulunfälle registriert, ein Anstieg um 2,1 Prozent. Die Zahl der meldepflichtigen Schulwegeunfälle stieg um 3,7 Prozent auf 90.590 Fälle.
Berufskrankheiten: Mehr Renten, weniger anerkannte Fälle
Die Zahl der im Jahr 2025 eingegangenen Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit blieb mit 90.923 Fällen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Zahl der anerkannten Fälle ging hingegen um 9,5 Prozent auf 24.265 zurück, was vor allem auf den weiteren Rückgang von Covid-19-Fällen zurückzuführen ist.
Die Zahl der neuen Berufskrankheiten-Renten stieg dagegen um 4,7 Prozent auf 5.434. Die gemeldeten Todesfälle infolge einer Berufskrankheit lagen mit 1.784 um 5,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die vorläufigen Unfall- und Berufskrankheitenzahlen für 2025 finden Sie hier .
GUT ZU WISSEN
Schwerpunktaktion „Sichere Radfahrmobilität auf Arbeits- und Dienstwegen“
Rund 34.000 Arbeits-, Dienstwege- und Wegeunfälle von Rad-, E-Bike- und Pedelecfahrenden verzeichnete die DGUV im Jahr 2024. Gleichzeitig wurden über 93.000 Fahrrad- und Pedelec-Fahrende im Straßenverkehr verletzt. Diese Zahlen machen deutlich: Die Sicherheit von Radfahrenden muss stärker in den Fokus rücken.
Genau hier setzt eine gemeinsame Schwerpunktaktion von Unfallkassen, Berufsgenossenschaften und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) an.
Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, Radfahrende besser zu schützen – mit praxisnahen Tipps zu Ausstattung, Verkehrsregeln sowie sicherem Verhalten im Straßenverkehr, insbesondere beim Rad- und Pedelecfahren.
Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen können im Medienportal der Aktion auf ein umfangreiches Angebot zugreifen: Filme, Seminarmaterialien und Präsentationen ebenso wie Broschüren, Poster, Faltblätter und Aktionsaufsteller.
Mehr zur Schwerpunktaktion
Beitrag teilen: