Inklusion als Selbstverständlichkeit begreifen
Eine inklusive Gesellschaft entsteht nicht von selbst. Sie braucht Menschen und Institutionen, die Verantwortung übernehmen, Barrieren abbauen und Teilhabe ermöglichen. Für die DGUV ist die UN-Behindertenrechtskonvention und deren Umsetzung deshalb weit mehr als die Erfüllung eines gesetzlichen Auftrags. Sie ist ein Maßstab dafür, wie wir als Gesellschaft miteinander leben und arbeiten wollen.
Die Arbeitswelt spielt dabei eine Schlüsselrolle. Wo Menschen unabhängig von einer Behinderung ihre Fähigkeiten einbringen, mitgestalten und sich weiterentwickeln können, entstehen Innovation, Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit.
Als gesetzliche Unfallversicherung tragen wir dazu bei, diese Entwicklung zu fördern. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unterstützen gemeinsam mit ihren Mitgliedsbetrieben, Bildungseinrichtungen und Partnern den Abbau von Barrieren und stärken die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – am Arbeitsleben, in der Bildung und im gesellschaftlichen Miteinander. Unser Ziel ist eine Arbeits- und Bildungswelt, die Vielfalt als Selbstverständlichkeit begreift und individuelle Potenziale zur Entfaltung bringt.
Deshalb bin ich stolz darauf, dass wir seit 2011 zuerst mit Aktionsplänen und seit 2018 die Strategie UN-BRK verfolgen und sie nun weiterentwickeln konnten. Die Strategie UN-BRK 2035 der DGUV wirkt dabei ausdrücklich nach außen und nach innen. Denn es gilt: Glaubwürdig können wir diesen Anspruch als Institution nach außen nur vertreten, wenn wir ihn auch selbst leben. Somit sind Bewusstseinsbildung, Barrierefreiheit und Teilhabe Leitlinien für unser Handeln als Sozialversicherung ebenso wie als Arbeitgeberin. Unser Anliegen ist, dass Inklusion nicht als Projekt verstanden wird, sondern als dauerhafte Haltung. Denn echte Teilhabe entsteht dort, wo Menschen nicht angepasst werden müssen, sondern Rahmenbedingungen geschaffen werden, die allen gerecht werden.
Ihr Dr. Stephan Fasshauer
Hauptgeschäftsführer der DGUV
GUT ZU WISSEN
Strategie UN-BRK 2035
Gesetzliche Unfallversicherung
Mit der Strategie UN-BRK 2035 bekräftigt die gesetzliche Unfallversicherung ihr Engagement für eine inklusive Gesellschaft. Aufbauend auf den bisherigen Aktionsplänen und der Strategie UN-BRK 2025 werden bestehende Fortschritte gesichert und weiterentwickelt. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Teilhabe zu stärken und Menschen mit Behinderungen aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Die Strategie richtet sich dabei sowohl an die Versicherten und Mitgliedsunternehmen als auch an die Unfallversicherungsträger selbst und macht Inklusion zu einem festen Bestandteil von Prävention, Rehabilitation, Entschädigung, Qualifizierung und Forschung.
Die Publikation steht online als barrierefreies PDF zur Verfügung und ist zusätzlich in Leichter Sprache erhältlich.
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