Wichtig – aber nicht überall präsent: Erste Hilfe, Brandschutz und Sicherheitsbeauftragte
Ersthelfende, Brandschutzhelfende und Sicherheitsbeauftragte sind zentrale betriebliche Akteure der Prävention. Sie erkennen Risiken frühzeitig, stärken die Sicherheitskultur und sind im Ernstfall handlungsfähig. Doch wie werden diese Funktionen tatsächlich wahrgenommen und wie verbreitet sind sie? Antworten gibt das DGUV Barometer Arbeitswelt 2026.
Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zeigen eine hohe Wertschätzung betrieblicher Sicherheitsakteure: 94 Prozent der Befragten halten Ersthelfende für wichtig oder sehr wichtig. Sicherheitsbeauftragte und Brandschutzhelfende werden von jeweils 84 Prozent als (sehr) wichtig eingeschätzt.
Große Zustimmung – mit Lücken in der Umsetzung
Trotz dieser hohen Wertschätzung sind Ersthelfende, Brandschutzhelfende und Sicherheitsbeauftragte nicht überall Teil des betrieblichen Alltags. 72 Prozent der Beschäftigten berichten, dass es in ihrem Betrieb Brandschutzhelfende gibt, 15 Prozent verneinen dies. Ersthelfende sind mit 89 Prozent deutlich häufiger vorhanden. Sicherheitsbeauftragte haben 73 Prozent der Befragten im Unternehmen, während bei 14 Prozent diese Funktion im Betrieb fehlt.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Unterweisungen zu Sicherheit und Gesundheit: 76 Prozent der Befragten wurden nach eigener Aussage in den vergangenen zwölf Monaten entsprechend geschult. Jede fünfte Person gibt jedoch an, keine solche Unterweisung erhalten zu haben.
Die Ergebnisse haben wir für Sie in einer Info-Grafik zusammengefasst:
GUT ZU WISSEN
Das Barometer Arbeitswelt 2026 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) untersucht, wie aktuelle Belastungen und Sicherheitsstrukturen in der Arbeitswelt wahrgenommen werden. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa 2.015 Erwerbstätige, darunter 544 Führungskräfte und Unternehmensleitungen, in Unternehmen und Einrichtungen mit mindestens zwei Beschäftigten vom 6. bis 19. Februar 2026 im Rahmen des forsa.omninet-Panels.
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