Arbeiten bis zur Rente? Mehrheit ist zuversichtlich
Die Mehrheit der Erwerbstätigen in Deutschland blickt optimistisch auf ihre weitere Erwerbsbiografie: 68 Prozent können sich vorstellen, ihre derzeitige Tätigkeit bis zum Renteneintrittsalter sicher und gesund auszuüben. Jeder Vierte (25 Prozent) hält dies hingegen für nicht möglich. Besonders Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Erziehungsbereich äußern häufiger Zweifel daran, ihren aktuellen Beruf bis zur Rente ausüben zu können. Das geht aus der Umfrage DGUV Barometer Arbeitswelt 2026 hervor, welche die DGUV im März dieses Jahres veröffentlichte.
Gründe für die Arbeit bis zur Rente
Wer davon ausgeht, bis zum Renteneintritt im Beruf bleiben zu können, nennt vor allem die geringe körperliche Belastung der Tätigkeit (25 Prozent) als Grund. Weitere wichtige Faktoren sind die Freude an der Arbeit (15 Prozent) sowie gute Arbeitsbedingungen und ein positives Arbeitsklima (10 Prozent). Auch ein guter Gesundheitszustand, flexible Arbeitszeiten und Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes tragen dazu bei, dass Beschäftigte ihre berufliche Zukunft positiv einschätzen.
Gründe gegen die Arbeit bis zur Rente
Diejenigen, die sich eine Tätigkeit bis zum Renteneintritt nicht vorstellen können, nennen dafür Stress und Arbeitsbelastung (42 Prozent) als Grund. Es folgen hohe körperliche Anforderungen (22 Prozent), mangelnde Unterstützung durch den Arbeitgeber (8 Prozent) sowie gesundheitliche Einschränkungen (7 Prozent). Auch Schichtarbeit, sinkende Leistungsfähigkeit im Alter, fehlende Perspektiven und Unsicherheiten am Arbeitsplatz werden als Gründe genannt.
Gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen fördern
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen, eine gute Arbeitsorganisation und wirksame Präventionsmaßnahmen sind, um Beschäftigte langfristig im Erwerbsleben zu halten. Um die Belastung der Beschäftigten zu ermitteln, sollten Führungskräfte regelmäßig die Gefährdungsbeurteilung durchführen und gemeinsam mit dem Team daraus präventive Maßnahmen ableiten. Die Unfallversicherungsträger beraten zur Durchführung und der Gestaltung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze.
Nachlesen können Sie die Erhebung im
DGUV Barometer Arbeitswelt 2026
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GUT ZU WISSEN
Das Barometer Arbeitswelt 2026 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) untersucht, wie aktuelle Belastungen und Sicherheitsstrukturen in der Arbeitswelt wahrgenommen werden. Dafür befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa 2.015 Erwerbstätige, darunter 544 Führungskräfte und Unternehmensleitungen, in Unternehmen und Einrichtungen mit mindestens zwei Beschäftigten vom 6. bis 19. Februar 2026 im Rahmen des forsa.omninet-Panels.
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