18.02.2026
Schlechte Raumakustik und konstanter Lärm stören beim Lernen und belasten die Schulgemeinschaft. Die Akkus sind schneller leer, die Konzentration lässt nach und die Reizbarkeit nimmt zu. Lärm erzeugt Stress und dauerhafter Lärm kann die psychische und körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Was können Schulen gegen eine zu hohe Lärmbelastung tun? Die neue Ausgabe von pluspunkt gibt Tipps anhand guter Beispiele.
Verantwortlich für den Schutz vor zu großem Lärm in der Schule ist die Schulleitung. Sie muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung alle Risiken ermitteln und wirksame Schutzmaßnahmen ableiten. Eine Standardlösung für alle Schulen gibt es nicht. Je nach Umgebung und Belastung können Maßnahmen technischer, organisatorischer oder pädagogischer Art Abhilfe schaffen und eine lern- und gesundheitsfördernde Umgebung fördern.
In der Grundschule auf dem Süsteresch in Niedersachsen setzt man auf ein Konzept des selbstbestimmten und individuellen Lernens. Lärmprävention stand dabei zunächst gar nicht im Fokus, sagt Schulleiterin Heike Draber. Man habe aber festgestellt, dass das klassische Modell des Frontalunterrichts für eine so diverse Schülerschaft nicht mehr funktionierte. Heute beginnt jeder Tag mit einer Selbstlernzeit, in der sich die Kinder eigenverantwortlich mit den Grundlagenfächern wie Mathematik und Deutsch beschäftigen. "Ein starkes Partizipations- und Demokratiekonzept sorgt für große Zufriedenheit", so Draber. "Die Kinder haben weniger Grund unkonzentriert zu sein und sich nicht mit dem Lernen zu beschäftigen." Sozusagen als Nebeneffekt fiel der Geräuschpegel in den Klassenräumen deutlich.
Mehr zum Thema handlungssichere Schule lesen Sie in der neuen Ausgabe von "pluspunkt - Das Magazin für Sicherheit und Gesundheit in der Schule". Es erscheint vier Mal im Jahr und wird vertrieben über die regional zuständigen Unfallkassen.
DGUV - Pressestelle
Glinkastraße 40
10117 Berlin
Tel.: +49 30 13001-1414
presse@dguv.de